1900-Weltausstellung-Paris

Das tragische Ende des Erfinders

Von sich und seiner Kraftmaschine überzeugt und zunehmend auch finanziell erfolgreich, gründete Rudolf Diesel eigene Firmen, zum Beispiel die Dieselmotoren-Fabrik AG.Er investierte in Immobilien und galizische Erdölfelder. 1901 bezog seine fünfköpfige Familie eine Luxusvilla im Münchener Nobelstadtteil Bogenhausen und genoss einen großbürgerlichen Lebensstil. Aber der Tüftler erwies sich als schlechter Unternehmer. Seine Firmengründungen scheiterten. Durch Fehlinvestitionen verlor Diesel viel Geld, was er seine Familie verschwieg. 

Spurloses Verschwinden

1913 plante Diesel eine Reise zur Generalversammlung in London und den Besuch der Werkseinweihung in Ipswich für den 30. September. Doch dort sollte er nie ankommen. In der Nacht vom 29. auf den 30. September verschwand er spurlos von Bord des Postdampfers „Dresden“ auf der Überfahrt nach England im Ärmelkanal. Nachdem er abends in seine Kabine gegangen war, wurde er nie wieder gesehen. Ob es Selbstmord, ein Unfall oder gar Mord war, ist bis heute nach wie vor ungeklärt.

Portemonnaie, Taschenmesser, Brillenetui und die Pillendose 

Am 10. Oktober entdecke die Besatzung eines niederländischen Lotsenbootes seine Leiche im Wasser, konnte sie aber nicht bergen und musste sie dem Meer überlassen. Einige Kleidungsstücke, die der Leichnam an sich trug und die die Matrosen aus dem Wasser fischen konnten, wurden von Diesels Sohn Rudolf eindeutig seinem Vater zugeteilt. Darunter befanden sich Gegenstände wie Portemonnaie, Taschenmesser, Brillenetui und die Pillendose des Vermissten. Nach seinem Tod war vom einst stattlichen Vermögen praktisch nichts mehr vorhanden.