Stahlhaus_Broschüre

Das MAN Haus

Stahlhaus_Broschuere_Kueche

Blick in die Küche

Stahlhaus_1955_1

1955 Stahlhaus

Funktionales und zugleich komfortables Wohnen war auch das Konzept für die M.A.N.- Stahlhäuser nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Hintergrund

Viele Wohnviertel in Deutschland und Europa lagen in Trümmern. In der amerikanischen Besatzungszone entstand daher ein Programm zur Massenproduktion bezahlbaren Wohnraums.

Walter Gropius und Bauhaus als Vorbild 

Im Jahr 1948 begann das Werk in Gustavsburg damit, metallene Unterkünfte herzustellen. M.A.N. griff dabei auch Ideen des Stararchitekten Walter Gropius und des von ihm inspirierten Bauhauses auf, die schon Anfang der Zwanzigerjahre Fertighauskonzepte vorgelegt hatten. Die Mindestgröße der Stahlhäuser lag bei acht mal acht Metern. Spanplatten verkleideten innen das Metallskelett. Glaswollematten sorgten dazwischen für die Wärme-Isolierung. Die Dachbinder überspannten freitragend die gesamte Hausbreite, sodass sich die Innenwände flexibel nach den Bedürfnissen des Bauherrn setzen ließen. Darin lag nach Überzeugung von Zeitgenossen der überragende Vorteil der Konstruktion.

Ende einer Idee

Trotzdem konnte sich dieser Haustyp nicht durchsetzen, nicht zuletzt wegen der vergleichsweise hohen Kosten. Im Jahr 1953 stellte M.A.N. die Produktion ein. Zu bestaunen ist die Erfindung aber bis heute: Vier dieser Fertighäuser stehen in Augsburg direkt hinter dem MANMuseum, sie sind noch immer bewohnt.