1944-Zerstörung

1944 Zerstörung in Augsburg

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1944 Verwaltungsgebäude Augsburg

1944-Zeichensaal

1944 Zeichensaal Augsburg

Die MAN während des Nationalsozialismus

Während des 2. Weltkriegs produzieren auch die MAN-Unternehmen Rüstungsgüter. In Augsburg werden U-Bootmotoren und in Nürnberg Lkw und Panzer für die Wehrmacht gefertigt. Dennoch ist das Verhältnis zu den Nationalsozialisten gespannt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs entflechten die Alliierten den GHH-Konzern: Bergbau, Eisen- und Stahlverarbeitung müssen abgegeben werden, der Maschinenbau bleibt bestehen.

Nach dem Krieg

Die Nachkriegsjahre sind von entscheidender Bedeutung, vor allem für die Turbomaschinen-Sparte der GHH. 1950 fertigt das Unternehmen den ersten Axialkompressor, zwei Jahre darauf den ersten Schraubenkompressor. Im Jahr 1955 beginnt DWE in Deggendorf mit dem Röhrenreaktorbau. 1980 übernimmt M.A.N. den traditionsreichen dänischen Schiffsmotorenhersteller Burmeister & Wain Diesel A/S (B&W).

Verschmelzung GHH und M.A.N.

1986 erfolgt eine grundlegende Umstrukturierung des Konzerns mit neuen Aufbau und Namen: MAN statt GHH. Die bisherigen Unternehmensbereiche werden in selbstständige Gesellschaften umgewandelt und durch Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der nunmehrigen MAN AG mit Hauptsitz in München  verbunden.

MAN Diesel

Mitte der 1980er Jahre wird der Dieselmotorenbau aus der M.A.N. ausgegliedert und die MAN B&W Diesel GmbH gegründet, die 1989 zur AG umgewandelt wird. Im Jahr 1998 übernimmt MAN B&W Diesel die Mehrheit am französischen Motorenhersteller S.E.M.T. Pielstick, zwei Jahre darauf den Dieselmotorenbereich von Alstom Engines Ltd. in Großbritannien und damit die britischen Dieselmotor-Traditionsfirmen Ruston, Paxman und Mirrlees Blackstone.

MAN Turbo

Zur Stärkung des Turbomaschinenbaus erwirbt MAN im Jahr 1996 den entsprechenden Geschäftsbereich der Deutschen Babcock-Borsig AG und gründet die GHH BORSIG Turbomaschinen GmbH. Nach der Integration der traditionsreichen Sulzer Turbo AG in Zürich, die gut 100 Jahre vorher schon mit Rudolf Diesel kooperiert hatte, wird das Unternehmen in MAN Turbo AG umbenannt. Analog zum Bau von Diesel-Motoren bündelt MAN hier das Geschäft mit Kompressoren und Turbinen.